Kraftbetätigte Fenster - Maschinenrichtlinie verständlich gemacht…

Der Fensterautomation ist in modernen Gebäuden einer deutlich zunehmenden Aufmerksamkeit zuzuschreiben. Im Alltag sorgen die automatisierten kraftbetätigten Öffnungsaggregate, wie z. B. Fenster, Lamellen oder Lichtkuppeln, für ein perfektes Raumklima durch eine automatisierte natürliche Be- und Entlüftung. Je nach Einbausituation und abhängig von der Nutzung können automatisch kraftbetätigte Fenster jedoch vor allem für schutzbedürftige Personen auch zur Gefahr werden. Fehlende Einklemmschutzmaßnahmen können zu Verletzungen führen.


Die Planung und der Bau dieser kraftbetätigten Fenster erfordert die Einhaltung der Maschinenrichtlinie für kraftbetätigte Fenster 2006/42/EG unter Beachtung einer Risikoanalyse mit Konformitätserklärung und Dokumentation der Anlagenbeschreibung. Die Neufassung der Maschinenrichtlinie wurde am 9. Juni 2006 im EU-Amtsblatt veröffentlicht und ist bereits seit dem 29. Dezember 2009 verbindlich anzuwenden (nationales Recht). Ein CE-Kennzeichen ist an jedem Fenster, mit Dokumentation der Prüfnummer sichtbar anzubringen.

Was bedeutet das für Unternehmen, die elektrische Antriebe an Fenstern installieren
und diese kraftbetätigten Fenster in Betrieb nehmen?

Für den Fall, dass Sie elektrische Antriebe an Fenstern installieren und diese kraftbetätigten Fenster in Betrieb nehmen, sind Sie nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG der Hersteller einer Maschine. Als solcher sind Sie verpflichtet, die Maschinenrichtlinie anzuwenden und darüber hinaus eine Risikoanalyse, Anlagenbeschreibung, Konformitätserklärung und das Anbringung des CE Kennzeichens an der Maschine (Fenster) zu gewährleisten.

Mittels der folgenden Informationen möchten wir Ihnen diese Vorgehensweise verdeutlichen und Ihnen im Umgang mit diesem Thema unsere Hilfestellung anbieten.